Thurgau

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WÜRSTLI-BRÄTLER BAUEN

Zeigen, was die Sonne bei uns leisten kann!

Autor: Karl Isler, Hinterdorf 34, 8239 Dörflingen, Tel. 052 654 10 44, k.isler(at)ikd.ch

 

Jetzt eine tragbare Version

Sowohl vom Format (32 cm x 10 cm x 23 cm) als auch vom Materialpreis (ca. Fr. 18.-) ist der Klein-Würstlibrätler für jeden Primar- und Orientierungsschüler tragbar geworden.

Testlauf am Zwinglipass

Am Tag vor der OLMA-Eröffnung wurde das Gerät anlässlich einer Tour von Wildhaus zur Zwingli-Hütte am Altmann (1985 m ü.M.) auf seine Tauglichkeit geprüft..

Rund zwei Dutzend Hüttenbesucher näherten sich nachmittags um halb Zwei dem sonderbaren Gerät und waren bass erstaunt, dass nach 20 Min. bereits 80°C erreicht waren. Nach dem Öffnen des Brätlers wurde das heisse Würstchen auf einem Teller zerschnitten und zur Degustation angeboten.

Solares Spielzeug mit ernstem Hintergrund

Nach der Erläuterung der Funktionsweise war auch Zeit um über die Sonnenenergie im speziellen und Energiefragen allgemein zu diskutieren.

Der Parabol-Konzentrator des Würstlibrätlers funktioniert selbstverständlich nur bei direkter Sonneneinstrahlung und ist in diesem Sinn nicht alltagstauglich, zeigt aber doch, was die Sonne in unseren Breitengraden zu leisten vermag: Leerlauf-Temperatur > 110°C innert 20 Min.!

Wie funktioniert ein solcher Brätler?

Der erwähnte Rinnen-Konzentrator bündelt die gesamte senkrecht auf das Gerät einfallende Sonnenstrahlung auf die dunkel eloxierte Vorhangleiste aus dem Migros Do-it-yourself. Das vielfach konzentrierte kurzwellige Sonnenlicht wird dabei an der schwarzen Oberfläche der Rinne in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt und vermag so das Würstchen zu erhitzen. Die Plexiglas-Abdeckung vermeidet den Wärmeverlust durch Wind und schützt gleichzeitig das Paraboloid vor Beschädigung beim Transport des Geräts.

Herstellung des Rucksack-Würstlibrätlers

Zuerst die Teile A -F aus 6.5 mm Birkensperrholz aussägen, etwas Leim geben und zum Aussenbehälter mit Thermometerfach zusammennageln. Anschliessend auf die Seitenteile J und K die Form des Paraboloids übertragen, sorgfältig aussägen und, an der Hobelbank eingespannt, mit den Querleisten G und H verbinden. Auf diesen Rahmen das zugeschnittene Alublech (Druckerei-Abfall) mit Bostitchklammern von der Mitte aus gegen die Rahmenquerleisten gur aufliegend befestigen. Für die Würstlirinne von der erwähnten Vorhangstange 23 cm absägen (mit Metall- oder Stichsäge). An den Enden jeweilen 2 cm beidseits absägen und die jetzt 2 cm vorstehenden Bodenteile sorgfältig mit dem Hammer aufbiegen und 3 mm lochen (Bohrmaschine). Mit M4-Schrauben und Flügelmuttern in den angegebenen Löchern der Paraboloid-Seitenteile fixieren. In gleicher Weise den Rinnenkonzentrator in den dafür vorgesehenen Stellen verschrauben. Schliesslich noch die A4-Plexiglasscheibe mittels 3 mm langen Einschnitten, 2 Nägeli und einer Winkelschraube (vorbohren!) auf den Querteilen des Rahmens fixieren. Je eine Markierung an der Innenseite des Konzentrators senkrecht zur Rinnenachse erleichtert das genaue Ausrichten des Geräts zur Sonne.

Zusätzliche Nutzung als Wasser-Erwärmer

Der Würstli-Brätler kann auch zum Erhitzen von Tee- oder Suppenwasser eingerichtet werden:

Auf den Seitenwangen werden U-förmige Halterungen aus dem Birkensperrholz, passend zum gekauften Getränkefläschli ausgesägt und aufgeklebt (je ein Einschub für den Deckel und für den Boden des Fläschlis). Ein gelochtes, schwarz gefärbtes, zu einem Rohr gedrehtes Alublech im Flaschen-Innern hat dieselbe Funktion, wie die dunkle Würstli-Rinne.

Infos

Kategorien

Primarstufe, Sekundarstufe I, Diverses

Kosten

Material pro Schüler und Gerät: ca. Fr. 18.-

Dauer

Gesamte Arbeitsdauer ca. 12 Lektionen

Material

Der Bauplan zum Würstlibrätler als pdf-Dateien: Seite 1, Seite 2.

Unterstützung

Gerät kann beim Verfasser ausgeliehen werden.

Kontakt

Karl Isler, Hinterdorf 34, 8239 Dörflingen, Tel. 052 / 654 10 44
k.isler(at)ikd.ch  /  www.ikd.ch 

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